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Der Baobab

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Dieser Beitrag wurde von Mirika Novatschkova geschrieben.

 

Ein symbolischer Riese inmitten trockenster Savanne – der Baobab-Baum (Adansonia digitata) ist eine der bekanntesten Pflanzen Afrikas. Die trockene Savanne ist sein Zuhause. Natürlich verbreitet ist er in Ost-, Süd- und Westafrika, von der Sahelzone bis zum südlichsten Afrika (besonders große Bestände gibt es in Tansania und Madagaskar). Die ältesten Exemplare, von denen 2005 viele plötzlich starben, sind um die 2400 Jahre alt geworden, jedoch sind die meisten Bäume „nur“ einige hundert alt.

Man erkennt den Baobab an seiner kompakten Baumkrone und seinem kurzen, dicken Stamm, mit dessen Hilfe er Wasser über lange Trockenphasen speichern kann. Elefanten nutzen dies gerne, um mit ihren Zähnen Löcher in das weiche Holz zu stoßen und die Flüssigkeit zu trinken. Je nach Region kann die äußere Erscheinung des Baumes abweichen. Baobabs können bis zu 30 m hoch werden und mit ihren Ästen ein Dach von über 20 m Durchmesser bilden.

Die runden, länglichen Früchte hängen an langen Stielen von den Ästen herunter und fallen ab, wenn sie reif sind. Die hölzerne Schale schützt das wertvolle Fruchtfleisch vor äußeren Einflüssen. Die Früchte können eine Länge von bis zu 40 cm erreichen und haben dennoch ein geringes Gewicht. Das liegt daran, dass das Fruchtfleisch bereits in der Frucht komplett austrocknet. Bei Tieren und Menschen wird das weiß-beige Fruchtfleisch aufgrund seines süß-säucherlichen Geschmacks und seiner wertvollen Inhaltsstoffe sehr geschätzt. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe wird das Baobabfruchtfleisch lokal auch medizinisch, z. B. bei Durchfall, eingesetzt, weshalb der Baobab-Baum in Tansania auch als „Apothekerbaum“ bekannt ist. Seine Inhaltsstoffe machen Baobab auch für Sportler interessant (-> Mineralstoffe und Spurenelemente für Sportler: Bedeutung von Moringa und Baobab).

Aus den kleinen, harten, schwarzen Fruchtkernen wird kalt-gepresst das wertvolle Baobab-Öl gewonnen, welches vielseitig in der Kosmetik einsetzbar ist. Auch die Blätter und Stammfasern werden lokal als Nahrung und zur Herstellung von Seilen und Matten genutzt.

Da Baobab-Bäume erst nach ungefähr 20 Jahren Früchte tragen, können diese nicht kommerziell angebaut werden. Wenn Baobabfruchtpulver exportiert wird, handelt es sich also meistens um Früchte aus Wildbeständen. Dies trägt häufig dazu bei, dass die lokale Bevölkerung die Baumbestände nicht mehr fällt, sondern aktiv schützt, da sie darin eine neue Einkommensquelle sieht. Wichtig ist hier natürlich darauf zu achten, Baobabprodukte aus fairem Handel zu kaufen.

Um den Baobab-Baum, auch Affenbrotbaum genannt, ranken sich viele Legenden und Mythen. Meist hatte und hat er für die lokale Bevölkerung auch eine religiöse Bedeutung, weshalb noch heute viele Baumgruppen in der Nähe von Dörfern stehen. Auch in dem Buch „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry macht die Leserschaft Bekanntschaft mit dem Affenbrotbaum. Dort sorgt sich der kleine Prinz, dass Baobabs seinen kleinen Asteroiden überwuchern und mit ihrem Wurzelwerk sprengen könnten:

„Die Affenbrotbäume beginnen damit klein zu sein, bevor sie groß werden.“