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Baobabsterben

baobabsterben

Dieser Beitrag wurde von Mirika Novatschkova geschrieben.

 

Erst im Juni 2018 geisterten erschreckende Bilder durch die Medien:

Die ältesten Affenbrotbäume Afrikas waren seit 2.000 Jahren gewachsen – und schienen nun gleichzeitig zu sterben. Wie konnten sie so lange so gut altern, und warum war so plötzlich Schluss damit?

 

Der Wissenschaftler A. Patrut aus der Babes-Bolyai Universität Cluj in Rumänien hatte mit seinem Team über Jahre hinweg Proben von 60 uralten Baobabs genommen und analysiert – ursprünglich, um zu zeigen, wie der besondere Wuchs und die vegetative Struktur die Langlebigkeit fördern könnten. Die Stämme der Bäume setzen sich dabei immer aus vielen einzelnen Unterstämmen zusammen, welche um die Mitte des Baums herum ringförmig emporwachsen. Oftmals sind alte Exemplare im Inneren hohl, da die frühsten Unterstämme bereits abgestorben sind.

 

Durch weitere Stichproben fand man dann heraus, dass 9 der 13 ältesten und 5 der 6 größten Affenbrotbäume in Afrika in den letzten 12 Jahren abgestorben sind. Erst starben einzelne, dann alle Unterstämme ab.

 

Über die Ursache des Baumsterbens können die Forscher bisher nur spekulieren: Eindeutig ist keine Epidemie, etwa durch Pflanzenschädlinge, verantwortlich. Auffällig sei aber, dass neben den uralten auch viele jüngere Bäume einen recht frühen natürlichen Tod zu sterben scheinen. Vielleicht haben die Klimaveränderungen einen Einfluss. Wie sich diese genau auf die Vegetation allgemein und die Affenbrotbäume speziell auswirken, bleibe aber noch unklar.

 

Für manche gilt allerdings auch das Argument, dass es früher keine Untersuchungen zum Baobabsterben gab und man daher nicht behaupten könne, dass die Baobabriesen „plötzlich“ absterben, da sie dies vielleicht in der Vergangenheit auch taten.

 

Eines steht jedoch fest: Das Sterben der letzten großen Affenbrotbäume stellt nicht nur einen großen Verlust unseres Weltnaturerbes dar, sondern mahnt uns, den restlichen Bestand der Affenbrotbäume zu pflegen und zu schützen.